Igel-Grundlagen und andere Schachvideos

Das Schachvideo-Angebot auf Youtube und Twitch ist ja kaum noch zu überschauen. Und es sind bei weitem nicht nur Hobbyspieler, die sich berufen fühlen, die Welt mit ihren Abenteuern auf dem Schachbrett zu beglücken. Gelegentlich lässt uns der Weltmeister in sein Wohnzimmer schauen, wenn bei ihm abends Bier, Bullet und Gangster-Rap auf dem Programm steht. Oder … Igel-Grundlagen und andere Schachvideos weiterlesen

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Alles schon dagewesen!

Das Ziel des Spiels hat sich in den vergangenen 500 Jahren nicht geändert: Mattsetzen.  Aber dem Schachspieler haben sich unzählige neue Wege eröffnet, dieses Ziel zu erreichen. Manchmal machen die Meister von heute Züge, die für die Meister von gestern wie Anfängerschach aussehen. Hier zum Beispiel. Erst deckt der Schwarze seinen e5-Bauern mit ...Ld6, obwohl … Alles schon dagewesen! weiterlesen

Die chinesische Mauer hielt, die chinesische Hüfte nicht

Das Norway-Chess-Turnier wird als Wettstreit der Versehrten und Unwilligen in die Schachgeschichte eingehen, selbst wenn alle Teilnehmer die verbleibenden Runden verletzungsfrei überstehen. Erst wollte Fabiano Caruana gar nicht antreten, dann drohte Shakh Mamedyarov wegen Zahnschmerzen auszufallen, dann stürzte Ding Liren vom Fahrrad und brach sich sie Hüfte. Statt am Brett zu sitzen, liegt er nun … Die chinesische Mauer hielt, die chinesische Hüfte nicht weiterlesen

Warum eigentlich „Indisch“?

Als auf dem Kontinent die Waffen schwiegen, brach auf dem Schachbrett eine Revolution aus. Die "Hypermodernen", angeführt von Richard Reti und Aaron Nimzowitsch, lehnten sich gegen die (vermeintlich) starren Lehren Steinitzs und Tarraschs auf. Beherrschen statt besetzen Den Kampf um das Zentrum führten diese jungen Wilden des Schachs mit ganz anderen Mitteln als ihre großen … Warum eigentlich „Indisch“? weiterlesen

Blinder Norweger lebenslang gesperrt -Betrug am Brett, kein Einzelfall

Als der Brite William Hartston 1977 das wunderbare Büchlein "Wie man beim Schach bescheißt" veröffentlichte, waren weder der Inhalt noch der Titel ernst gemeint. Die Schachgemeinde erfreute sich an Hartstons Sammlung fiktiver Anekdoten rund um das königliche Spiel, dessen Akteure ja in Wirklichkeit über jeden Zweifel erhaben waren. Selbst wenn jemand beim ehrenvollen Wettstreit der … Blinder Norweger lebenslang gesperrt -Betrug am Brett, kein Einzelfall weiterlesen

Den Vogel gezeigt: eine Klatsche für das Wunderkind

Nichts ist beim Schach undankbarer, als gegen ein Kind zu spielen. Weil junge Leute viel schneller besser werden, als ihr Rating das reflektieren könnte, sind sie in der Regel deutlich unterbewertet. Was auf dem Papier nach einer lösbaren Aufgabe aussieht, mag sich auf dem Brett als unangenehmer Brocken erweisen, der uns leicht eine Menge Elopunkte … Den Vogel gezeigt: eine Klatsche für das Wunderkind weiterlesen

Vincents Reifeprüfung

Großmeister gegen Internationaler Meister, 20-Jähriger gegen 13-Jähriger, Elo 2.600 gegen 2.400. Nicht nur auf dem Papier, auch auf dem Brett war es ein Klassenunterschied - aber andersherum. Den Ergebnissen nach war Vincent Keymers Start beim Bamberg-Open mit 3,5/4 in Ordnung, aber in den Partien hatte er den einen oder anderen wackeligen Moment überstehen müssen. Seine … Vincents Reifeprüfung weiterlesen

Wenn Willenskraft den Sieg erzwingt

In allen Sportarten gibt es das Phänomen vom Spieler, der ein knappes Spiel gewinnt, weil er den Sieg mehr gewollt hat. Auch beim Schach, wie diese Partie zeigt. In der dritten Runde war noch nicht abzusehen, dass nicht einer der drei Top-Ten-Spieler, sondern Sam Shankland die US-Meisterschaft dominieren würde. Aber die Partie zeigte schon in … Wenn Willenskraft den Sieg erzwingt weiterlesen

Sizilianisch Marke Eigenbau: den Theoretiker aus dem Konzept gebracht

Seit 2014 gibt es in Aserbaidschan das Gaschimow-Memorial, ein jährliches Superturnier in Gedenken an den aserbaidschanischen Großmeister Vushar Gaschimow, der Anfang 2014 27-jährig einem Gehirntumor erlag. Am Brett war Gaschimow ein kreativer Draufgänger, ein Angreifer und kompromissloser Kämpfer. Leider spiegelte das Turnier diese Attitüde seines Namensgebers nicht wider. Speziell die einheimischen Spieler schoben ein Remis … Sizilianisch Marke Eigenbau: den Theoretiker aus dem Konzept gebracht weiterlesen

Der Blübaum-Killer traf einen anderen: Caruanas Französisch-Lehrstunde

Auf Weltklasse-Niveau wird die Französische Verteidigung kaum gespielt, weil es ihr an Solidität fehlt. Auch Anfänger sollten besser die Finger davon lassen, weil Französisch eine heikle Angelegenheit ist. In vielen Abspielen macht Schwarz positionelle Zugeständnisse (wenig Raum, schlechter Läufer) und muss sich auf taktische/dynamische Ideen verlassen, um Spiel zu bekommen. Ein schmaler Grat, von dem … Der Blübaum-Killer traf einen anderen: Caruanas Französisch-Lehrstunde weiterlesen