Ein Skandal, der keiner sein müsste: Geht die Deutsche Meisterschaft endgültig über den Jordan?

Die nationale Meisterschaft sollte die Leuchtturmveranstaltung eines jeden Sports sein. Beim Schach war sie das hierzulande vor vielen Jahren, aber zuletzt glich die Deutsche Meisterschaft eher einem Trauerspiel, bei dem sich kaum einmal die besten deutschen Großmeister ans Brett setzten. Nun, da der Deutsche Schachbund den Modus umkrempeln und an glorreiche frühere Zeiten anknüpfen will, kommt ihm eine Affäre dazwischen, die den geplanten Neustart im kommenden Jahr schwierig macht. Und nicht nur die Deutsche Meisterschaft steht auf der Kippe. Auch die Zukunft der Amateurmeisterschaft, ein Erfolgsmodell mit tausenden Teilnehmern jährlich, und anderer Turniere ist offen.

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Dirk Jordan.

Deutsche Amateur- und Seniorenmeisterschaft sind bislang ohne ihren Organisator Dirk Jordan nicht denkbar gewesen. Der umtriebige Schachorganisator und -verkäufer aus Dresden, einer der Köpfe des Dresdner Schachfestivals und Frontfigur der Schacholympiade in Dresden 2008, überzieht das Land mit Schachturnieren. Die 2001 als „Ramada-Cup“ gegründete Deutsche Amateurmeisterschaft haben Jordan und seine Helfer im Dienste des Schachbunds zu einem Erfolgsmodell gemacht. Und damit Geld verdient.

Schon Anfang Juni am Ende der Amateurmeisterschaft 2017/18 verkündete der DSB mit einigen dürren Zeilen die Trennung von Dirk Jordan. Worum es ging, erhellte sich erst jetzt während der Deutschen Seniorenmeisterschaft, die Jordan als Turnierdirektor leiten sollte, aber der Bitte des DSB entsprach, der Veranstaltung fernzubleiben. Es hatte sich herausgestellt, dass Jordan seit Jahren eine Provision pro Übernachtung mit dem Hotel aushandelt, in dem seine jeweiligen Turniere stattfinden. Über die Jahre sollen nach Einschätzung des Schachbunds mehrere 100.000 Euro zusammengekommen sein.

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Schreiben des Schachbunds an die Teilnehmer der Deutschen Seniorenmeisterschaft.

Skandalös an so einer nicht ungewöhnlichen Regelung ist vor allem die Dämlichkeit Kurzsichtigkeit aller Beteiligten. Jordan wirtschaftete in seine Tasche (bzw. die seines Vereins „64 Felder“), ohne das mit dem Schachbund als seinem Auftraggeber geklärt zu haben. Und der Schachbund hatte es versäumt, seinem „Beauftragten für die Amateurmeisterschaft“ eine solche Option zu verbieten  oder einzuräumen (daran zu partizipieren womöglich). Weil sie nicht miteinander geredet haben, sehen sie einander nun vor Gericht, anstatt weiterhin voneinander zu profitieren.

Gib ihnen ein Buffet und die Chance auf einen Titel, und sie kommen in Scharen

Mit der Deutschen Amateur- und der Seniorenmeisterschaft hat Jordan eine Nachfrage bedient, mit der sich tatsächlich Geld verdienen lässt. Vor allem im Beruf stehende Schachspieler mittleren Alters achten bei der Wahl ihres nächsten Turniers darauf, in gediegenem Ambiente zu spielen zu, anstatt auf engstem Raum oder in einer abgewrackten Turnhalle herumsitzen zu müssen. Die Zahl teilnehmender Supergroßmeister ist ihnen weniger wichtig, aber die Chance, einen Titel zu gewinnen, finden sie natürlich trotzdem toll. Also nenne das Ganze „Deutsche Meisterschaft“, richte es in einem Vier-Sterne-Hotel aus, und sie kommen in Scharen.

Jordan ist ja nicht einmal der einzige Turnierorganisator, der diese Klientel bedient. Die ACO (Amateur Chess Organisation) unter ihrem Präsidenten Lothar Hirneise treibt das Konzept auf die Spitze, indem sie gezielt internationales Urlaubsambiente mit Schachturnieren verbindet und gar „Weltmeisterschaften“ ausrichtet. Die sind sportlich zwar nicht relevant, haben der ACO zudem Ärger mit der FIDE eingebrockt, aber Schachspieler berichten nun einmal gerne ihren Facebookfreunden davon, dass sie gerade an der „Weltmeisterschaft“ teilnehmen, und das inklusive Foto vom Pool, Palmen und lecker Buffet.

Dem „Deutschen Schachgipfel“ im April 2019 fehlt jetzt ein Organisator

Wer solche profitablen Veranstaltungen auf die Beine stellt, der hat damit automatisch den Rahmen für potenziell Größeres und sportlich Relevantes geschaffen. Schon im April 2019 soll in Radebeul ein Schachfest steigen, das an die Tradition der großen Deutschen Schachkongresse in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts anknüpft. Deutsche Einzelmeisterschaft, Blitzmeisterschaft, Pokal und Seniorenmeisterschaft sind geplant, dazu der Bundeskongress des DSB. Und, endlich, ein deutscher „Schachgipfel“, ein Rundenturnier, an dem tatsächlich die besten deutschen Schachspieler teilnehmen, und für das sich die Erstplatzierten der damit aufgewerteten Deutschen Meisterschaft qualifizieren.

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DSB-Präsident Ullrich Krause (Foto: Deutscher Schachbund)

Als Organisator war, natürlich, Dirk Jordan vorgesehen. Der ist nun in Ungnade gefallen, und damit steht nicht nur über Radebeul 2019, sondern über allen großen Veranstaltungen, die der Schachbund plant, ein noch größeres Fragezeichen. DSB-Präsident Ullrich Krause hat hinsichtlich der Deutschen Amateurmeisterschaft zwar schon betont, dass er sie keinesfalls sterben lassen will, aber eine Absichtserklärung wird nicht ausreichen, um sie am Leben zu erhalten. Dafür bedarf es eines Organisators mit einem eingespielten Team. In einer öffentlich gewordenen E-Mail ans DSB-Präsidium schrieb Krause, er könne auf einen Teil des Jordan-Teams zurückgreifen und hoffe, die Turnierserie wie geplant weiterzuführen, womöglich an anderen Standorten in anderen Hotels.

Künftig regulär auf eigene Rechnung?

Schachjournalist Hartmut Metz hat unlängst zwischen den Zeilen die Kontrahenten aufgerufen, sich wieder zusammenzuraufen – was für das Schachvolk der beste Ausgang der Affäre wäre. Sie haben einander ja jahrelang befruchtet. Aber es steht zu befürchten, dass Jordan mit seinem ihm ergebenen Team künftig regulär auf eigene Rechnung arbeitet. Die Marke „Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft“ hat er schon angemeldet, um sie sich schützen zu lassen. Der DSB wolle dagegen rechtlich vorgehen, hat Krause in seiner E-Mail angekündigt.

Deutsche Schachfans schauen derweil neidvoll nach England, Frankreich und Lettland. Während an der Deutschen Meisterschaft 2018 (Preisfonds: 5.000 Euro) zwei Spieler aus den nationalen Top 100 teilnehmen, hat selbst der latent kriselnde Englische Verband eine nationale Meisterschaft mit fast allen Spitzenspielern auf die Beine gestellt (Preisfonds: 30.000 Pfund). Es gewann einmal mehr Supergroßmeister Michael Adams.

Deutscher Schachgipfel im Baltikum

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Der eigentliche Deutsche Schachgipfel, während in Dresden die nationale Meisterschaft läuft: Zwischenstand nach zwei Runden beim RTU-Open in Riga.

Im südfranzösischen Nimes werden Mitte August 1.000 Schachspieler erwartet, um der Französischen Meisterschaft 2018 den Rahmen zu geben, wie ihn auch der Deutsche Schachbund gerne hätte. Flagschiff des nationalen Schachfestivals ist das Meisterturnier, dem Maxime Vachier-Lagrave wegen anderer Verpflichtungen zwar fernbleibt, aber ansonsten ist die französische Spitze am Start, angeführt von 2.700-Elo-Großmeister Etienne Bacrot.

Während in Dresden die offizielle Deutsche Meisterschaft läuft, wird die inoffizielle in Riga beim RTU-Open ausgefochten. Unter anderem Matthias Blübaum, Alexander Donchenko (erstmals über 2.600 Elo), Rasmus Svane, Jan-Christian Schröder und Dimitrij Kollars sind in Lettland am Start, ein deutscher Schachgipfel der anderen Art, nur leider im Baltikum.

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11 Kommentare zu „Ein Skandal, der keiner sein müsste: Geht die Deutsche Meisterschaft endgültig über den Jordan?

  1. Es ist ja nun nicht so, dass man nun beim DSB aus allen Wolken fällt. Jordans Geschäftspraktiken sind ja durch die Bank bekannt. Beispielsweise gab es letztes Jahr eine Förderzusage vom Land Sachsen in fünfstelliger Höhe um den Kinderschach e.V. mit Material auszustatten. Päsident des Vereins war zu diesem Zeitpunkt noch Dirk Jordan. Nun hat Jordan eine Auschreibung an alle Händler versendet und um ein Angebot für Schachmaterial gebeten. Händler konnten aber nicht frei wählen, sondern mussten aus Produkten seiner Firma Eurochess International GmbH auswählen. Die gut 50000,-€ Fördergeldern wandern damit direkt in seine Tasche. Gut eingefädelt, aber rechtlich nicht haltbar, denn eine Ausschreibung darf nicht auf einen Hersteller begrenzt werden. – Dann noch ein Wort zur „neuen“ Schachuhr von Jordan. Die „GARDE Start“. Diese bewirbt er als Eigententwicklung zum Preis von gut 20,-€. Dass es sich hierbei um die seit Jahren in China produzierte Schachuhr LEAP handelt verschweigt er gekonnt. Selbst Endkunden können diese LEAP-Schachuhr bereits für 6,-€ kaufen.

    Diese Liste ließe sich stundenlang fortsetzen. Wo kein Kläger, da kein Richter. Soll man Jordan ausgerechnet jetzt böse sein? Über viele Jahre wussten genug Leute, mit welchen Taschenspielertricks Jordan arbeitet. Warum kommt dieses Bashing ausgerechnet jetzt?

    Die Antwort ist relativ einfach und banal. Mit dem neuen Geschäftsführer der DSB Wirtschaftsdienst GmbH Ossi Weiner wurde eine Person beim DSB platziert, welche das Tricksen mindestens so gut beherrscht wie Dirk Jordan.

    Ossi Weiner hat beim DSB Wirtschaftsdienst den Auftrag erhalten, Sponsoren zu finden und den Wirtschaftsdienst finanziell auf die Beine zu bekommen. Er ist hierbei auch für die DSAM zuständig. Den Rest darf sich jeder selbst ausmalen.

    Warum der neue Geschäftsführer des DSB Wirtschaftsdienstes, der bei der DSAM seit Dienstantritt mitmischt, noch nicht bei diesem Thema in Berichten auf den einschlägigen Webseiten aufgetaucht ist, bleibt mir ein Rätsel.

    Ich selbst kann nur hoffen dass die DSAM weiter geführt wird. Als Spieler der ersten Stunde war ich von Anfang an dabei und es wäre schade, wenn diese Turnierserie so enden würden.

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    1. Der Kommentar von Herrn Schormann erscheint mir an einigen Stellen doch etwas naiv, was vermutlich an fehlendem Hintergrundwissen liegt. Einige Beispiele:

      (1) Herr Schormann moniert, dass der Deutschen Schachbund es „leichtfertig versäumt“ hätte, seinem Beauftragten Jordan ausdrücklich zu verbieten, in die eigene Tasche zu wirtschaften. Dieser Gedankengang erscheint mir äußerst skurril, denn strafbare Handlungen wie Untreue oder Betrug verbieten sich von selbst bzw. durch die geltende Rechtsprechung.
      Hätte man Dr. Jordan denn von vorneherein kriminelle Energien unterstellen sollen?

      (2) Herr Schormann regt an, dass sich der Deutschen Schachbund und Herr Jordan „zusammenraufen“ sollten, angeblich „zum Wohle des deutschen Schachvolks“. Dabei übersieht der Autor, dass die deutschen Schachamateure jahrelang über den Tisch gezogen wurden, denn ohne diese illegalen Machenschaften wären ja niedrigere Hotelpreise und höhere Preisfonds für die Turnierteilnehmer möglich gewesen.
      Würde das DSB Präsidium solche Machenschaften einfach unter den Tisch kehren, dann wäre dies selbstverständlich rechtswidrig und könnte als Beihilfe zur Untreue und/oder Strafvereitelung geahndet werden. Nein, so geht das nicht – Herr Jordan wird sehr bald Gelegenheit erhalten, sich mit den rechtsstaatlichen Konsequenzen seiner Handlungen auseinander zu setzen.

      (3) Merkwürdigerweise scheint Herr Schormann anzunehmen, dass eine Deutsche Schach Amateur Meisterschaft (DSAM) ohne Jordan nicht möglich wäre. Warum denn nicht, Herr Schormann? Die Organisation eines dreitägigen Turniers nach Schweizer System ist wahrlich kein Hexenwerk, das können zahlreiche ehrenamtliche Schachfreunde genauso gut.

      (4) Den gutgläubigen Mitgliedern des Jordan-Teams dürfte mittlerweile klar geworden sein, dass sie in mieser Weise ausgenutzt und für illegale Machenschaften missbraucht wurden. So gesehen spricht nichts dagegen, dass zumindest ein Teil davon unter neuer Leitung weitermacht.

      (5) Was die Marke Deutsche Schach Amateur Meisterschaft (DSAM) betrifft, so wurde seitens des DSB bereits erfolgreich gegen diesen durchsichtigen Versuch einer fortgesetzten Selbstbereicherung vorgegangen. Das deutsche Schach hat wirklich Besseres verdient!

      Kurz zu meiner Person: Ich wurde im Dezember 2017 zum Geschäftsführer der DSB Wirtschaftsdienst GmbH berufen, um die Finanzen des Deutschen Schachbunds auf Vordermann zu bringen. Die DSAM fällt zwar nicht in meinen Zuständigkeitsbereich, doch wurde ich gebeten, deren Finanzen unter die Lupe zu nehmen. Dabei stellte sich heraus, dass die vorgelegten Zahlen intransparent waren, die abgerechneten Kosten ungewöhnlich hoch erschienen, und dass Aufträge immer an bestimmte Dresdner Firmen vergeben wurden. Die diversen (von Herrn Jordan verhandelten) Hotelverträge waren offensichtlich schlecht verhandelt und entsprachen nicht den branchenüblichen Konditionen.
      Meinen Bericht übergab ich an das DSB Präsidium, in die weiteren Recherchen (welche zur Aufdeckung der geheimen Nebenabsprachen führten) sowie in die anschließende Kommunikation mit Herrn Jordan war ich überhaupt nicht involviert. Unzutreffend sind daher die Mutmaßungen, dass meine Person für die Aufdeckung des Skandals verantwortlich gewesen wäre – diese Lorbeeren stehen mir tatsächlich nicht zu.

      Fazit: In Deutschland sind jeden Monat tausende Schachspieler ehrenamtlich aktiv, und für diese Menschen sind die jetzt bekannt gewordenen Verfehlungen völlig inakzeptabel und ganz bestimmt nicht motivationsfördernd. Genau aus diesem Grunde gebührt dem DSB Präsidenten Ullrich Krause sowie seinen Mitstreitern Klaus Deventer und Dr. Marcus Fenner größter Respekt und Anerkennung dafür, dass sie den Kampf gegen die Korruption im deutschen Schach mit Vehemenz aufgenommen haben.

      Dipl.-Ing. Ossi Weiner
      Geschäftsführer
      DSB Wirtschaftsdienst GmbH

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      1. Hallo Herr Weiner,

        danke für Ihre ausführliche Wortmeldung. Naivität und fehlendes Hintergrundwissen sind bei mir fraglos gegeben, vielleicht verstehe ich deswegen den einen oder anderen Vorgang nicht.

        (1) „Leichtfertig versäumt, ausdrücklich zu verbieten“ entspricht in keiner Weise dem, was Sie oben lesen können. Da steht sinngemäß, dass es alle Beteiligten versäumt haben, eine Absprache zu treffen, wie immer die hätte aussehen können. Wenn tausende Hotelübernachtungen zu verhandeln sind, dann erscheint es mir naiv, wenn jahrelang niemandem in den Sinn kommt, dass bei so einer Größenordnung natürlich eine signifikante Rabatt- oder Provisionsregelung (womöglich zugunsten der Wirtschaftsdienst GmbH?) im Raum steht.

        (2) Ich lege Wert auf die Feststellung, dass nach meiner Interpretation seiner Worte Schachfreund Metz anregt, Sie mögen sich zusammenraufen. Mit erscheint das nach allem, was ich gehört und gelesen habe, nicht mehr möglich zu sein, und persönlich empfände ich das überdies als grundfalsches Signal, nachdem Herr Jordan, so viel steht wohl fest, zumindest den DSB als Auftraggeber hintergangen hat. Mich erstaunt angesichts ihrer wortstarken Anklage umso mehr, dass sich ein wesentlicher Teil von Teilnehmern und Orga-Mitstreitern eben nicht über den Tisch gezogen fühlt.

        (3) und (4) Wäre ja prima, wenn Sie das schnell kompensieren könnten. Diese Seite berichtet eh viel lieber über das brummende deutsche Schach als über so einen Mist. Viel Erfolg!

        Beste Grüße vom Bodensee,

        Conrad Schormann

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      2. Guten Tag Herr Schormann,

        angesichts der zunehmend hitzigen Diskussionen ziehe ich es diesmal vor, direkt an Ihre Person zu antworten, und hoffe dass Sie nichts dagegen haben.

        Punkt (1) war wohl missverständlich formuliert. Man muss natürlich niemanden verbieten, illegale Tricks anzuwenden, das versteht sich doch von selbst.

        Warum frühere DSB Geschäftsführer die Problematik der Hotel-Verträge nicht erkannt haben entzieht sich leider meiner Kenntnis. Vielleicht hat es hier an kaufmännische Kompetenz bzw. Professionalität gemangelt?

        Zu Punkt (2) gebe ich Ihnen recht, dass eine weitere Zusammenarbeit mit einem offensichtlich unehrlichen Menschen nicht mehr möglich ist, und dass dies darüber hinaus ein völlig falsches Signal an Tausende ehrenamtliche Schachfreunde richten würde.

        Es ist schwer nachvollziehbar, warum manche Turnierteilnehmer sowie auch Mitglieder des Organisationsteams immer noch nicht begriffen haben, dass sie über den Tisch gezogen wurden. Manche Menschen wollen sich einfach nicht eingestehen, dass sie töricht oder naiv waren und schämen sich deswegen. Oder es kann nicht sein, was nicht sein darf. Wer weiß?

        Es wird sicher nicht einfach werden, ein neues Organisationsteam auf die Beine zu stellen, bitte drücken Sie uns die Daumen. Aber so wie bisher darf es einfach nicht weitergehen!

        Mit freundlichen Grüßen,

        Ossi Weiner

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  2. Um ehrlich zu sein, ich finde es wahrlich schon beängstigend, wie in diversen Schachforen die „Auseinandersetzung zwischen dem DSB und dem Organisator Dr. Jordan“ geführt wird, um einmal eine Schlagzeile eines Beitrages auf der ChessBase-Homepage vom 30. Juli aufzugreifen (Link: https://de.chessbase.com/post/auseinandersetzung-des-dsb-mit-organisator-dr-jordan#discuss). Zumeist ohne jedwede Kenntnis der Hintergründe wird drauf los kommentiert, und das zudem natürlich in fast allen Fällen anonym, oder sogar bisweilen mit mehreren Identitäten. So hat sich ein gewisser „Moritz“ beim Schach-Ticker zu Wort gemeldet und mit einer fast gleichlautenden Text als „Mitwisser“ auf dieser Seite.

    Dass der DSB auf seiner eigenen Website beharrlich schweigt, ja nicht einmal eine sachliche Meldung herausgegeben hat, um vor allem die wilden zum Teil hanebüchenden Spekulationen zu unterbinden, sondern stattdessen Chessbase die Verantwortung überlässt – inzwischen wurde dort am 7. August ein Interview mit Ullrich Krause veröffentlicht (Link: https://de.chessbase.com/post/interview-mit-dsb-praesident-ullrich-krause ) – ist meiner Meinung nach der völlig falsche Weg!

    Dass der Sachverhalt unbedingt geklärt werden muss, steht außer Frage, aber nicht wie nun geschehen ohne jegliches Hintergrundwissen öffentlich im Internet, was in der Tendenz eindeutig zu einer Vorverurteilung von Dr. Jordan geführt hat. In diesem Sinne hat mir der ehemalige DSB-Vizepräsident Verbandsleben, Uwe Pfennig, der aktuell Präsident des Badischen Schachverbandes ist, auf Rückfrage die Genehmigung erteilt, seinen fundierten und ausgewogenen Beitrag, der zuerst im Schach-Ticker erschienen ist, auch den Besuchern dieser Schachplattform zur Kenntnis zu bringen.

    Uwe Pfenning sagt
    8. August 2018 auf 17:50
    Uwe Pfenning, Präsident Badischer Schachverband und vormals Vizepräsident DSB Verbandsentwicklung

    Liebe Schachfreude,
    es ist ein schwebendes Verfahren und endet eventuell leider in einem juristischen Streit. Deshalb ist Vorsicht vor Vorverurteilungen angesagt und stets beide Seiten zu hören. Zum (ersten) Kommentar von Moritz NN ist wenig auszusagen: Es ist ein Sammelsurium persönlicher subjektiver Eindrücke und Mutmaßungen und ein Schlechtreden von erfolgreichen Schachaktivitäten außerhalb des DSB ?? (Wie im Schach zwei Fragezeichen für einen besonders schlechten (Charakter-)Zug)!!!
    Die DSAM beschäftigt den DSB aus formalen Gründen seit mehreren Jahren. Hierbei ging und geht es um steuerliche Fragen und Belange. Sportlich ist sie unbestritten das Aushängeschild des Amateurschachs, für das der DSB sowohl etatmäßig wie personell wenig leistet (Leistungssport ca. 130.000 Euro, Breitenschach ca. 5.000 Euro). Nur die DSJ-Aktivitäten retten hier den DSB über den Tag. Über die Jahre hinweg haben sehr viele Schachspieler im Amateurbereich das Angebot angenommen. Es ist ein Erfolgsmodell, bei dem ca. 8-10 Personen über 8-10 Wochenenden ehrenamtlich aktiv waren, nicht eingerechnet die Arbeitszeiten für Vorbereitung und Anmeldewesen.
    Es ist ein semiprofessionelles Design. Das muss jedem bewusst sein, der das Format kennt und vielleicht auch schon einmal mitgemacht hat.
    Der rechtliche Status der DSAM ist umstritten und wurde m.E. und m.W. nie richtig gelöst. Es gab Versuche, die DSAM in einen eigenen Verein als Kooperationspartner des DSB zu überführen (Modell Langer und modifiziert Pfenning aus den Jahren 2015-2016/17). Geregelt ist lediglich, dass der DSB und seine Wirtschaftsdienst GmbH (WD) eine Pauschalüberweisung für die Übernahme der Anmeldungen bekommt (m.W. 5.000 Euro). Bedeutet dies nicht auch automatisch, dass die DSAM damit als externe Gruppe anerkannt wird, die sich selbstverwaltet und organisiert? Sie führt eigene Konten (Guthaben zu meiner Funktionszeit ca. 50.000 Euro, heute sicherlich noch einiges mehr), das bisherige Team entschied autonom über Hotelverträge, Termine und Orte. Alles Merkmale selbständiger Tätigkeiten und selbstverwalteter Institutionen. Bei der Seniorenmeisterschaft als satzungsgemäße Meisterschaft des DSB können die juristischen Verhältnisse anders liegen. Ob Ausrichter oder Veranstalter wäre zu klären. Aber auch hier wären Provisionen nichts Illegales, allenfalls angesichts der mangelnden Transparenz zu kritisieren. Auf jeden Fall sind DSAM und die Vorgänge bei der DSEM klar zu trennen. Und es wäre in der Tat die Frage, wofür die Provisionen verwendet worden wären, privat oder gemeinnützig als Rückfluss für die ebenfalls knapp gehaltenen Senioren und deren Referent? Denn beim DSB sind die Referenten autonome Verwalter ihres Budgets. Jeder Euro, der in die Seniorenarbeit aus deren Engagement bei Meisterschaften zurückfließt wäre aus meiner Sicht ein Gewinn für den Schachsport.
    Wir sollten uns auch davon verabschieden, dass der Schachsport allein vom DSB repräsentiert und ausschließlich ehrenamtlich getragen und organisiert wird. Neben der externen Schachbundesliga und den Landesverbänden sind es auch etliche (oftmals gemeinnützige) Vereine und Selbständige (z.B. Faszination Schach), die hier das Gros der Schachförderung leisten. Das meint der Begriff Semiprofessionalität. Teile der Funktionäre im DSB tragen das Etikett Ehrenamt voller Stolz vor sich her und fordern dieses Engagement von den Aktiven ein, sind aber z.B. als internationale oder nationale Schiedsrichter ebenfalls honoriert, bei FIDE Meisterschaften bspw. sehr üppig. Ich sehe, und dies ist ebenfalls eine persönliche Wertung, hier viel Doppelmoral am Wirken.
    Nach meiner Einschätzung sind die Vorwürfe von Teilen der DSB Spitze juristisch nicht haltbar. Wenn man jemanden öffentlich so sehr attackiert und öffentlich diskriminiert, muss man gute Beweise haben. Deshalb wäre es nur logisch, wenn der DSB dies formal klären würde. Andernfalls bleibt der bittere Nachgeschmack eines gezielten Mobbing auf Basis von persönlichen Vorbehalten, unwahren Behauptungen, Mutmaßungen und Subjektivitäten und unklaren Rechtsverhältnissen. Aus unserer Geschichte sollten wir um solche ausgrenzenden Kampagnen wissen und ihnen demokratisch begegnen. Es gilt die Unschuldsvermutung. Fehler sind von beiden Seiten gemacht worden: Beim DSB die ausstehende Abklärung des Status und der Relation der DSAM zum DSB. Bei Dirk Jordan die mangelnde Transparenz. Dahinter lauert der Grundkonflikt, wieviel Semiprofessionalität verträgt der Schachsport bei erfolgreichen Formaten wie der DSAM und wie lassen sich Ehrenamt und diese Semiprofessionalität miteinander verbinden.
    So wird der gesamte Vorgang und die Personalie Dirk Jordan auch zu einer Stilfrage. Wie geht man beim DSB miteinander um? Spricht man noch miteinander, gibt es gar Redeverbote, kann man sich noch in die Augen schauen und was bleibt vom gegenseitigen Respekt für die Leistungen der jeweils betroffenen Personen? Als außenstehender Ehrenamtler würde man es sich nach solchen Geschehnisse wohl zweimal überlegen bevor man sich einmal engagiert!
    Klar sollte sein, dass der DSB und sein Präsident die Fakten zu den Vorwürfen offenlegen sollten und müssen und eine formale Bewertung des Außenverhältnisses zur DSAM. Wenn diese als externes Team eigenverantwortlich im Auftrag des DSB aktiv war, hat diese auch Recht zu eigenen Regelungen und Abkommen. Dafür wurden oben gute formale und protokollierte Gründe genannt.
    Uwe Pfenning
    Präsident BSV

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    1. Der Beitrag von Herrn Uwe Pfenning ist weder fundiert noch ausgewogen, ganz im Gegenteil scheint es sich hier um einen schwerwiegenden persönlichen Angriff auf die Integrität des amtierenden DSB Präsidenten Ullrich Krause sowie des Vizepräsidenten Klaus Deventer zu handeln.
      Wenn Herr Pfenning von „subjektiven Eindrücken“ und „Mutmassungen“ in Bezug auf den Jordan-Skandal spricht, dann sollte er sich erst einmal an die eigene Nase packen. Offensichtlich hat der gute Mann keinerlei Sachkenntnis von der tatsächlichen Faktenlage.

      (1) Dass Herr Jordan über viele Jahre hinweg erhebliche Beträge (über angeblich gemeinnützige Vereine) abgezweigt hat ist eine ERWIESENE TATSACHE, welche dieser übrigens gar nicht bestreitet. Ungeklärt ist derzeit noch die Höhe des angerichteten Schadens. Von einer angeblichen „Unschuldsvermutung“ oder „gezieltem Mobbing“ kann demnach überhaupt keine Rede sein.

      (2) Der rechtliche Status der DSAM ist keineswegs umstritten, wie uns Herr Pfenning glauben machen will. Es handelt sich völlig eindeutig um eine Veranstaltung des Deutschen Schachbund, welcher Herrn Jordan als ehrenamtlichen Beauftragten für die Organisation der DSAM eingesetzt hat.

      (3) Herr Jordan hat mit den Hotels jeweils zwei verschiedene Verträge verhandelt, davon wurde immer einer an den DSB zur Unterschrift geschickt, während dies bei den (für ihn sehr lukrativen) geheimen Nebenabreden natürlich nicht der Fall war. Mittlerweile liegen die Beweisdokumente aber auf dem Tisch, daher ist es völlig unerklärlich, wieso Herr Pfenning von angeblich „fehlenden Beweisen“ oder „nicht vorhandener juristischer Haltbarkeit“ spricht.

      (4) Beim Vorgang und der Personalie Dirk Jordan handelt es sich keineswegs um eine „Stilfrage“, sondern um einen sehr traurigen Skandal mit zivil-und strafrechtlicher Relevanz. Diese Tatsache scheint Herrn Pfenning offenbar nicht verständlich zu sein, was mich ehrlich gesagt sehr verwundert.

      In einem Punkt möchte ich Herrn Pfenning allerdings beipflichten, nämlich die Frage wie sich die Themen Ehrenamt und „Semiprofessionalität“ miteinander verbinden lassen.
      Nach meiner Auffassung spricht nichts dagegen, wenn Organisatoren von Schachturnieren im Rahmen der Möglichkeiten für ihren Zeitaufwand honoriert werden, vorausgesetzt es gibt hierfür klare vertragliche Vereinbarungen und transparente Abrechnungen. Hingegen darf eine „Kultur der finanziellen Selbstbedienung“ mithilfe von dubiosen Vereinen und geheimen Verträgen in einem gemeinnützigen Verband wie dem Deutschen Schachbund NIEMALS toleriert werden.
      So gesehen bin ich äußerst verwundert über Herrn Pfenning’s Parteinahme für den umtriebigen Dresdner Geschäftsmann, welche ein völlig falsches Signal an Tausende von ehrenamtlichen Schachfreunden in Deutschland sendet.

      Dipl.-Ing. Ossi Weiner
      Geschäftsführer
      DSB Wirtschaftsdienst GmbH
      .

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  3. Sie unterstellen einfach, dass kein Hintergrundwissen vorhanden sei und das nur gemutmaßt wird.

    Wollen Sie damit sagen, dass der Geschäftsführer der DSB Wirtschaftsdienst GmbH Ossi Weiner ein Lügner ist der nur frei erfundene Mutmaßungen geäußert hat?

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  4. Sehr geehrter Herr Weiner,

    es ist eigentlich müßig diese – unsere – Diskussion in den Social Media-Bereich fortzuführen. In der Sache liegen wir weit auseinander, im Stil auch. Wir kennen uns nicht persönlich, auch in meiner Zeit als Vizepräsident des DSB lernten wir uns nicht kennen. Deshalb überrascht mich der Duktus ihrer Stellungnahme. Sie setzen ihre Meinung von Fakten (sic!) als absolut und wahr. Ich habe gelernt auch andere Meinungen zu respektieren und sie ernsthaft zu überdenken. Dass ist ein demokratisches Grundprinzip, auch im Verbandswesen und bewahrt vor vorschnellen Schlüssen. Polemik hilft nicht weiter, sondern blockiert u.U. nur das spätere Zusammenarbeiten für den DSB. Sie in ihrer Position als Geschäftsführer der WD (war früher auch ehrenamtlich) und ich als Präsident eines Landesverbandes. Von einem Geschäftsführer hätte ich mehr Konzilianz und Diplomatie erwartet

    Zur Sache (aus meiner Sicht).
    Sie monieren, dass vom DSAM Koordinator zwei Verträge mit dem Hotel abgeschlossen wurden. Das mag so sein. Aber die formale bzw. juristische Frage ist, sind beide Verträge legal?
    Der DSB tritt bei der DSAM als Reiseveranstalter auf, richtig? Wer ist aber Ausrichter des Events? Das freiwillige Team der DSAM oder der DSB? In der Regel richten Vereine als Ausrichter für den DSB als Veranstalter solche Events, wie in Apolda die DEM oder jetzt das ZKDM, aus. Richtig?

    Drei Präsidien waren damit beschäftigt, das freiwillig entstandene ehrenamtliche Team der DSAM in formal und steuerlich sichere Gefilde zu führen. Zuvor führte das DSAM Team die Geschäfte autark und autonom mit eigener Kontoführung, überwies dem DSB Geld für eine Dienstleistung (Anmeldungen), hatte eigene Honorarsätze, bestimmte Hotels, Auswahl Schiedsrichter, Termine und Turnierformat. Ich halte dies alles für Merkmale eines geschäftlich eigenständig handelnden Organs. Und damit hätte das Team und dessen Koordinator auch freie Hand für Nebenabreden. Und eventuell verstand sich das Team so als Quasi-Verein.

    Der DSB ist ebenso wie Schach64 ein gemeinnütziger Verein. Das haben die Vereinsregister und Finanzämter so festgelegt. HIer gibt es kein „angeblich“ o.ä. In diesem Sinne dürfen keine übermäßigen Gewinne gemacht werden, allenfalls Rücklagen gebildet werden. Die DSAM stand seitens des DSB immer unter diesem Motto Spaß am Schach mit einer schwarzen Null am Ende. Die Absicht, Gewinn mit der DSAM zu machen, war für den DSB nicht relevant. Es ging darum Amateuren ein attraktives Angebot zu machen. Nicht mehr, nicht weniger. Will der DSB und seine WD in Zukunft mit der DSAM Gewinne machen? Wo liegt der Schaden, wenn der DSB keinen Gewinn anstrebte, oder wird dies jetzt anders gesehen, weil die DSAM plötzlich beim WD in Gänze angesiedelt sein soll? Hat man das Team dazu gehört oder gefragt?

    Dirk Jordan hat m.E. zweifelsfrei nicht transparent gehandelt und einen Vertrauensbruch begangen. Aber dies kein juristisch verwertbarer Begriff und Tatbestand. Andererseits geht das Konzept, Idee (und Copyrigth?) der DSAM weitgehend auf ihm zurück. Wird der DSB jetzt zum Plagiator? Und inwiefern schützt der Urheberrecht hier auch DJ. Können Sie dies einschätzen als Experte?

    Beauftragte des DSB sind nach dessen Satzung Vermittler und Kontaktpersonen. Sie haben keinerlei Befugnisse für Verträge oder Ressourcen für die Durchführung eines Turniers. Aus der Beauftragung von DJ abzuleiten, dass die DSAM eine DSB Veranstaltung im formalen Sinne ist, halte ich für sehr gewagt.

    Und dann ist da noch das Team, welches in die Zwistigkeiten hineingezogen wird. Ich weiß nicht, wie sich dessen Mitglieder fühlen in Anbetracht des Vorgehens von DJ und des DSB. Das eine betrifft das persönliche Vertrauen, das Andere die Anerkennungskultur im Ehrenamt. Der Umgang mit DJ ist im Vorfeld einer wohl juristischen Klärung mehr als fragwürdig. Eine öffentliche Demontage, Aberkennung von großen Verdiensten und eine Eskalation im Stil und Umgang. Für das uns gemeinsam am Herzen liegende Ehrenamt eine schlechte Werbung! Moralisch verloren haben bereits jetzt beide Seiten.

    Der DSB wäre gut beraten gewesen, zwischen der Person und Causa DJ und DSAM zu trennen und zunächst die Fortführung der DSAM zu sichern. Das sollte das institutionelle Interesse sein, nicht das Begleichen alter Rechnungen und Vorbehalte. Die jetzige Eskalation droht zum juristischen Fall zu werden. Ausgang m.E. ungewiss? Wenn sich die DSB Führung jenseits der teilweise verständlichen moralischen Entrüstung und ungeklärten Semiprofessionalität formal so sehr im Recht fühlt, warum dann nicht die formale Klärung forcieren?

    Diplomatie, Respekt und Rücksicht wären aus meiner Sicht die besseren Wege gewesen. Und sie hätten einer einvernehmlichen Klärung und vollkommenen Transparenz nicht im Wege gestanden.

    Noch ein Wort zur Kritik am Präsidium. Niemand ist sakrileg. Man nennt dies Demokratie, wenn verschiedene Meinungen frei geäußert werden dürfen. Und das Präsidium und sie als Geschäftsführer der WD müssen sich fragen lassen, ob hier im Interesse des DSB bzgl. des Erhalts der gehaltvollen DSAM und professioneller Turniere gehandelt wurde, oder im Eigeninteresse aus Enttäuschung über das Verhalten anderer Menschen aus persönlichen Motiven? Beides sind legale Reaktionen, die eine ist aber konstruktiv und offen, die andere destruktiv und ideologisch.

    Ich beende die öffentliche Diskussion an dieser Stelle. Stehe aber für eine persönliche Aussprache gerne zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Uwe Pfenning

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  5. Sehr geehrter Herr Pfennig,

    vielen Dank für den Lacher!

    Zitat:“Niemand ist sakrileg“

    😀

    Sie meinten wohl eher „sakrosánkt“ 🙂 Ihre Schreiberei hat nichts mit Sachlichkeit zu tun. Sie schreiben einfach Wischiwaschi! Und natürlich unterstellen Sie wieder, dass alles nur Meinungen sind. Herr Weiner hat die Fakten Schwarz auf Weiß!

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    1. Werter Mitwisser,

      Sie haben recht – wer die Fakten nicht kennt, der kann allenfalls nur Mutmassungen anstellen. Persönliche Aversionen oder einseitige Parteinahmen können da mehr schaden als nutzen – und Schaden wurde leider schon mehr als genug angerichtet.

      Das DSB Präsidium hat mein vollstes Vertrauen, dass alles zum besten Nutzen des deutschen Schachs geschieht. Wir sollten uns alle sehr wünschen, dass möglichst viele Schachfreunde dies genauso sehen und die Aufklärung dieser höchst unerfreulichen Geschehnisse unterstützen. Je schneller dieser unerlässliche Reinigungsprozess gelingt, desto zügiger kann auch die Neuorganisation der DSAM Gestalt annehmen, so wie wir uns alle dies wünschen.

      An dieser Stelle möchte ich gerne an die ehrenamtlichen Mitglieder des bisherigen DSAM Teams appellieren, nicht einfach resigniert das Handtuch zu werfen. Ihr wurdet von Eurem „Teamleader“ jahrelang ausgenutzt und schlussendlich im Regen stehen gelassen. Das ist wirklich schlimm, und Euer Frust ist aus meiner Sicht absolut verständlich! Aber gerade jetzt – in dieser tieftraurigen Stunde des deutschen Schachs – werdet ihr von Tausenden schachbegeisterten Amateuren dringend gebraucht und könnt beweisen, was ihr wirklich draufhabt.

      Jede(r) die/der mitmachen will, soll sich bitte bei der Geschäftsstelle in Berlin melden. Vielen Dank!

      Dipl.-Ing. Ossi Weiner
      Geschäftsführer
      DSB Wirtschaftsdienst GmbH
      .

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